Ralf Quest

Ralf Quest (* 27. März 1938 in Berlin) war Fußballspieler in Ost-Berlin. In der höchsten DDR-Fußballklasse Oberliga spielte er für den SC Dynamo Berlin und für den 1. FC Union Berlin. Mit beiden Mannschaften wurde er jeweils einmal DDR-Pokalsieger. Er bestritt ein Länderspiel mit der DDR-B-Nationalmannschaft.

SC Dynamo Berlin (1959-1962)

Seine erste Fußballausbildung erhielt Quest bei der kleinen Berliner Sportgemeinschaft Berolina Stralau. Von 1952 bis 1958 spielte er bei der Betriebssportgemeinschaft Einheit Treptow in Ost-Berlin. Nach Ende seiner Schulzeit erlernte er den Beruf eines Steinmetz. Mit Treptow stieg er, inzwischen für den Männerbereich spielberechtigt, 1957 in die damals viertklassige Bezirksliga Berlin auf. Nach einem Jahr in der Bezirksliga wechselte Quest zu Beginn der Fußballsaison 1959 zum Oberligisten SC Dynamo Berlin. Diese Spielzeit verlief für den 1,72 m großen Stürmer gleich erfolgreich. Die Dynamos erreichten mit Platz 3 in der Oberliga ihr bisher bestes Ergebnis und gewannen am Ende der Saison auch noch den DDR-Fußballpokal. Es waren zwei Endspiele erforderlich, das erste endete 0:0, aber im zweiten Anlauf wurde der SC Wismut Karl-Marx-Stadt am 13. Dezember 1959 mit 3:2 besiegt. Quest war in beiden Begegnung als Linksaußenstürmer aufgeboten worden. In den nachfolgenden Spielzeiten wurde Quest mit Dynamo Berlin DDR-Vizemeister (1960) und noch einmal Oberligadritter (1961/62). Am 10. Juni 1962 stand Quest mit dem SC Dynamo erneut im Pokalfinale. In diesem Spiel als Mittelstürmer aufgeboten, reichte diesmal nicht zum zweiten Pokalgewinn, denn es gewann der SC Chemie Halle mit 3:1. Es war die letzte Saison von Quest bei Dynamo. Nach drei Spielzeiten hatte er 56 Einsätze in Oberligapunktspielen erreicht, dabei war mit 14 Toren erfolgreich gewesen.

Zeitungsausschnitt wurde uns zugesandt von Stefan Brahtz

TSC/ 1.FC Union Berlin (1962-1970)

Im Sommer 1962 schloss sich Ralf Quest dem Lokalrivalen TSC Oberschöneweide an, der gerade in die zweitklassige DDR-Liga aufgestiegen war. Noch im Laufe der Saison fusionierte der Klub zum TSC Berlin und wurde in den folgenden Jahren eine Spitzenmannschaft in der DDR-Liga. In der Saison 1965/66 wurde die Mannschaft erneut umstrukturiert und spielte ab Januar 1966 als 1. FC Union Berlin. Vier Monate später stieg Quest mit Union in die Oberliga auf. In den folgenden zwei Jahren sicherten sich die Unioner jeweils einen gesicherten Mittelfeldplatz in der Oberliga und erreichten 1968 mit dem Gewinn des DDR-Fußballpokals ihren bis dahin größten Erfolg. Bei dem Sensations-Sieg über den DDR-Meister FC Carl Zeiss Jena stand Quest als rechter Innenstürmer auf dem Platz und erzielte in der 63. Minute mit dem 2:1 das Siegtor für die Berliner. Die nachfolgende Saison brachte die Ernüchterung, Union stieg 1969 als Oberliga-Vorletzter wieder in die DDR-Liga ab. Quest, der inzwischen 31 Jahre alt geworden war, wurde in der Zweitligasaison nur noch dreimal in Punkt- und zweimal in Pokalspielen eingesetzt, erlebte als Aktiver noch den Wiederaufstieg, beendete aber im Sommer 1970 seine Laufbahn als Hochleistungssportler. Bei Union hatte er noch einmal 67 Oberligaspiele absolviert, sodass er seine Bilanz an Erstligaspielen auf 123 erhöhen konnte. Im internationalen Bereich steht für Quest ein Einsatz in der B-Nationalmannschaft im Jahre 1967 zu Buche, für Union absolvierte er ebenfalls 1967 sechs Spiele in europäischen Intercup-Wettbewerb.

Karriere-Ende

Wie viele seiner Unioner Mannschaftskameraden schloss er seine Fußballkarriere beim bei EAB Lichtenberg 47 ab. 1971 führte er die Mannschaft von der Bezirks- in die DDR-Liga, 1972 wurde er bei StuNa Berlin Freizeitkicker.

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Wolfgang Hübscher

Wolfgang Hübscher (* 26. März 1942) war Fußballspieler in Ost-Berlin. Für den 1. FC Union Berlin spielte er zeitweise in der DDR-Oberliga, der höchsten ostdeutschen Fußballklasse.

Hübscher startete seine Laufbahn als Fußballspieler bei der Ost-Berliner Betriebssportgemeinschaft Einheit Treptow. Zwischen 1962 und 1963 spielte er für eine Saison bei der SG Adlershof, mit der er in der drittklassigen II. DDR-Liga spielte. Als die II. Liga zum Saisonende aufgelöst wurde, wechselte Hübscher zum Zweitligisten TSC Berlin, wo er zunächst bis zum Oktober 1965 zur 1. Mannschaft gehörte. Im November 1965 wurde er für 18 Monate zum Armeedienst eingezogen, konnte während dieser Zeit aber mit der Armeesportgemeinschaft Vorwärts Neubrandenburg weiterhin in der DDR-Liga Fußball spielen.

Nach seiner Entlassung aus der Armee kehrte Hübscher im Mai 1967 nach Ost-Berlin zurück und schloss sich dem 1. FC Union an, der ein Jahr zuvor aus dem TSC Berlin ausgegliedert worden war und inzwischen in der Oberliga spielte. Hübscher wurde zwar in zwei Intercup-Spielen im Sommer 1967 und in den ersten beiden Oberliga-Punktspielen der Saison 1967/68 als Flügelstürmer eingesetzt, wurde danach aber durch Jürgen Stoppok ersetzt. Sein erstes Oberligaspiel war die Begegnung 1. FC Union - Chemie Leipzig (0:0) am 12. August 1967 gewesen. In der Rückrunde der Saison kam er anfangs noch bei fünf Spielen in der Oberliga zum Einsatz, sodass er insgesamt nur auf zwei Intercupspiele, sieben Oberligabegegnungen und dazu noch auf einen Einsatz im DDR-Pokalwettbewerb kam. 1968/69 bestritt Hübscher lediglich das erste Saisonspiel in der Oberliga, darüber hinaus wurde er in der 2. Mannschaft eingesetzt, die inzwischen in der drittklassigen Bezirksliga spielte. Mit dieser Mannschaft wurde er am Saisonende Ost-Berliner Meister. Da gleichzeitig die 1. Mannschaft in die DDR-Liga abgestiegen war, musste Union II in der Bezirksliga verbleiben. Für Hübscher gab es in der folgenden Saison 1969/70 ein Wechselspiel zwischen Bezirks- und DDR-Liga. An dem sofortigen Wiederaufstieg der 1. Union-Mannschaft war er mit zehn Einsätzen bei 30 ausgetragenen Punktspielen beteiligt. Sein letztes Spiel für die 1. Mannschaft bestritt Hübscher am 29. März 1970 im DDR-Liga-Lokalderby BFC Dynamo II - 1. FC Union (1:0). Nach insgesamt 23 Pflichtspielen, davon acht in der Oberliga, schied Hübscher zum Saisonende 1969/70 im Alter von 28 Jahren beim 1. FC Union Berlin aus.

Anschließend spielte er mit der Ost-Berliner BSG EAB Lichtenberg 47 zunächst wieder in der Bezirksliga und wurde dort 1971 zum zweiten Mal in seiner Laufbahn Stadtmeister. Die Meisterschaft führte zum Aufstieg in die DDR-Liga, in der Hübscher bis zu seinem endgültigen Abschied vom Leistungssport 1973 aktiv war. Als Freizeitfußballer spielte er danach noch bei der viertklassigen BSG Turbine BEWAG Berlin, der er 1974 zum Aufstieg in die Bezirksliga verhalf.

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